Silberpunzen erkennen: 800, 835, 925 und Co. richtig lesen

Silberpunzen erkennen heißt, in Sekunden zu wissen, was man in der Hand hält. Ob ein Besteckkasten, eine Kanne oder ein Armband wirklich aus massivem Silber besteht, verrät meist ein winziger Stempel – die Punze. Wer sie lesen kann, kennt Feingehalt und Materialwert sofort.

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Die wichtigsten Feingehalte: Silberpunzen erkennen und einordnen

Wer Silberpunzen erkennen will, beginnt beim Feingehalt: Moderne Stempel geben ihn in Tausendsteln an. 800 steht für 80 Prozent Silberanteil – der Klassiker bei deutschem Besteck und Tafelsilber. 835 findet sich häufig auf Bestecken und Gebrauchssilber des 20. Jahrhunderts, 925 kennzeichnet Sterlingsilber, den internationalen Standard für Schmuck und hochwertiges Silbergerät. Seltener sind 900 (etwa bei alten Münzen und amerikanischem Silber) und 999 für Feinsilber in Barren und Anlagemünzen. Wichtig zur Abgrenzung: Stempel wie 90, 100 oder Angaben wie versilbert und plated bezeichnen nur eine dünne Silberauflage – solche Teile sind kein massives Silber und haben entsprechend geringen Materialwert.

Halbmond und Krone: deutsche Punzen richtig lesen

Wer deutsche Silberpunzen erkennen möchte, achtet auf zwei kleine Symbole neben der Feingehaltszahl: Halbmond und Krone. Auf deutschem Silber ab 1888 ist diese Kombination das amtliche Silberzeichen und bestätigt einen Mindestfeingehalt von 800 Tausendsteln. Dazu kommen häufig Herstellerpunzen – Initialen oder Bildmarken der Silberschmiede und Manufakturen wie WMF, Bruckmann oder Wilkens. Älteres Silber aus der Zeit vor 1888 trägt stattdessen Stadtmarken und Meisterzeichen, etwa den Berliner Bären. Solche historischen Punzen können für Sammler interessant sein: Neben dem reinen Materialwert lohnt sich bei alten, gemarkten Stücken immer auch der Blick auf einen möglichen Sammler- oder Antiquitätenwert.

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Keine Punze gefunden? So wird Silber trotzdem bestimmt

Silberpunzen erkennen setzt voraus, dass überhaupt eine vorhanden ist – und das ist nicht immer der Fall. Bei kleinen Teilen fehlte der Platz, bei alten Stücken ist die Punze oft abgerieben oder bei Reparaturen verloren gegangen. Hausmittel wie der Magnettest liefern nur grobe Hinweise: Silber ist zwar nicht magnetisch, das gilt aber auch für viele unedle Metalle. Verlässlich ist die Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF): Sie misst die exakte Materialzusammensetzung, ohne das Stück zu beschädigen, und unterscheidet massives Silber zuverlässig von Versilberung. In unserem Fachgeschäft in der Wielandstraße 43 in Berlin-Charlottenburg führen wir diese Prüfung kostenlos durch – Sie erfahren Feingehalt und Materialwert Ihres Stücks direkt am Tresen, unverbindlich und ohne Termin.

Was wir in Berlin ankaufen

Wir kaufen alle Edelmetalle an und verarbeiten alle gängigen Goldlegierungen – von 333 über 585 und 750 bis 916 und 999 (Feingold). Auch Bruchgold und beschädigter Schmuck werden zum vollen Materialwert bewertet. Bei Silber bewerten wir 800er, 835er und 925er Ware nach Gewicht und Feingehalt – auch dann, wenn Sie zunächst nur Ihre Silberpunzen erkennen lassen und noch nicht verkaufen möchten.

Silberwert direkt berechnen

Gold

999er 108,96 €/g
986er 101,97 €/g
916er 94,22 €/g
900er 92,57 €/g
750er 76,30 €/g
585er 58,85 €/g
333er 31,99 €/g

Silber

999er 1,36 €/g
925er 1,08 €/g
900er 1,05 €/g
835er 0,98 €/g
800er 0,93 €/g
700er 0,82 €/g
625er 0,73 €/g

Platin

999er 35,86 €/g
950er 34,10 €/g
750er 26,92 €/g

Palladium

999er 28,06 €/g
950er 26,68 €/g
500er 14,04 €/g
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Häufige Fragen

925 steht für Sterlingsilber: 92,5 Prozent reines Silber. Es ist der internationale Standard für Silberschmuck und hochwertiges Tafelsilber.

Nein – 90 oder 100 kennzeichnen versilbertes Besteck: eine dünne Silberauflage auf unedlem Metall. Der Materialwert ist gering, massives Silber trägt Punzen wie 800, 835 oder 925.

Das amtliche deutsche Silberzeichen seit 1888. Es garantiert einen Mindestfeingehalt von 800 Tausendsteln und steht meist neben der Feingehaltszahl und einer Herstellerpunze. Wer Silberpunzen erkennen will, hat mit dieser Kombination den sichersten Beleg für massives Silber.

Nein. Viele echte Silberstücke sind ungestempelt oder die Punze ist abgerieben. Silberpunzen erkennen lässt sich in solchen Fällen nicht – per XRF-Analyse bestimmen wir den Feingehalt jedoch zerstörungsfrei und kostenlos.

Ja. Historische Stadtmarken und Meisterzeichen können auf Sammlerwert hindeuten. Wir prüfen bei alten, gemarkten Stücken immer, ob mehr als der Materialwert erzielbar ist.

In unserem Fachgeschäft in der Wielandstraße 43 in Berlin-Charlottenburg – kostenlos, unverbindlich und ohne Termin. Wir lesen die Stempel für Sie und messen den Feingehalt per XRF.

Unsicher beim Stempel? Wir prüfen kostenlos

Sie möchten Ihre Silberpunzen erkennen lassen? Bringen Sie Ihr Silber in unsere Filiale in Charlottenburg – wir lesen die Stempel, bestimmen den Feingehalt per XRF und nennen Ihnen den tagesaktuellen Wert.